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Wehrmacht : Die vergessenen Soldatinnen (article "Die Zeit")

Un article intéressant à traiter pour illustrer la notion "Mythen und Helden" car il soulève beaucoup de questions : Frauen im Dritten Reich zwischen Mutterkreuz und SS... Welches Frauenbild sollte vermittelt warden ? Warum ? Wie ?

 

Eben nicht nur Krankenschwestern: Mehr als eine Million deutscher Frauen war direkt am Zweiten Weltkrieg beteiligt. Bis heute wird das systematisch verdrängt. Ein Gastbeitrag von Karen Hagemann

17. Mai 2015 

         Kultur, Wehrmacht, Genderforschung, Wehrmacht, DDR, Holocaust, Kriegsverbrechen, Soldat, Sowjetunion, Wehrpflicht, Osteuropa, Westeuropa              

Frauen als Wehrmachtshelferinnen im Dienst der Deutschen Wehrmacht – hier Flakhelferinnen in der Ausbildung bei der Flugabwehr  |  © Berliner Verlag/Archiv/dpa

Als das ZDF im März 2013 die dreiteilige Serie Unsere Mütter, unsere Väter zeigte, saßen sieben Millionen Deutsche vor dem Fernseher. Die Sendung, die wenig später mit einem Emmy ausgezeichnet wurde, hatte damit 20 Prozent des deutschen Fernsehpublikums erreicht und für einige Aufregung gesorgt. Sie zeigte eindrucksvoll die Beteiligung von Wehrmachtssoldaten an Kriegsverbrechen und am Holocaust in Osteuropa und forderte die Zuschauer auf, sich mit der eigenen Familiengeschichte während des Zweiten Weltkriegs auseinanderzusetzen. Sie fragte: "Wer war wie beteiligt?"

In der intensiven öffentlichen Diskussion über Unsere Mütter, unsere Väter kritisierten Journalisten, Filmkritiker und Historiker und andere, dass die Serie nicht weit genug gegangen sei und zu sehr mit Stereotypen gearbeitet habe. Doch alle übersahen einen wichtigen Aspekt: Das ZDF präsentierte in der Sendung ein ungebrochenes Bild von der Geschlechterordnung des Zweiten Weltkriegs.

Deutsche Frauen wurden ausschließlich als besorgte Soldatenmütter, junge, freiwillig dienende Krankenschwestern, Geliebte oder verfolgte Opfer von Nazis porträtiert. Kontrastierende weibliche Gegenbilder sind eine jüdische Ärztin, die als Offizierin der Roten Armee dient, und eine junge polnische Zwangsarbeiterin, die sich nach ihrer erfolgreichen Flucht den Partisanen anschließt.

Die Serie ignorierte damit völlig, dass deutsche Frauen den Zweiten Weltkrieg sehr viel aktiver unterstützt haben, als die Öffentlichkeit lange angenommen hat. Wie die neuere Forschung zeigt, kamen sie nicht nur als Arbeitskräfte in Industrie und Landwirtschaft zum Einsatz, um die schnell wachsende Zahl von eingezogenen Männern zu ersetzen, sowie als Krankenschwestern und Schwesternhelferinnen, von denen etwa 400.000 im Deutschen Roten Kreuz dienten, sondern auch als Wehrmachtshelferinnen.

Insgesamt dienten rund 500.000 zumeist junge und ledige Frauen als Helferinnen der Wehrmacht, die an allen Kriegsschauplätzen in der Armee, der Luftwaffe und der Marine eingesetzt wurden, um Soldaten für den Fronteinsatz frei zu machen. 160.000 von ihnen waren als Flakhelferinnen direkt am Kampfgeschehen beteiligt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs kam in der Wehrmacht auf 20 Soldaten mindestens eine Frau. 

 

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18/05/2015

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