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Timbuktu

Le 9 décembre, j'avais recommandé ce film sur google+ et je suis très contente qu'il ait eu le César du meilleur film.

 

Französischer Filmpreis: "Timbuktu" triumphiert bei César-Verleihung

"Timbuktu" heißt der große Gewinner bei der Vergabe des französischen Filmpreises. Das Drama hat gleich sieben Césars gewonnen. Auch Wim Wenders darf sich über eine Trophäe freuen.

Französische Filmpreise: Sieben Auszeichnungen für "Timbuktu" 
AFP

Paris - Am Sonntag geht "Timbuktu" ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Zwei Tage vorher hat das Drama von Regisseur Abderrahmane Sissako schon bei der Vergabe des französischen Filmpreises César abgeräumt.

"Timbuktu" gewann in insgesamt sieben Kategorien, darunter "Bester Film", "Beste Regie" und "Bestes Originaldrehbuch". Der Film zeigt, wie die malische Stadt Timbuktu allmählich von den Dschihadisten übernommen wurde. Das Drama wurde allerdings aus Sicherheitsgründen nicht in Mali gedreht, sondern in Mauretanien, dem Geburtsland von Regisseur Sissako.

 

Der César für den besten Dokumentarfilm ging an "Das Salz der Erde" von Wim Wenders. Der Film ist eine Hommage an den Fotografen Sebastião Salgado. Wenders hofft am Sonntag ebenfalls auf einen Oscar und nahm den Preis im Pariser Théâtre du Châtelet nicht persönlich entgegen. Volker Schlöndorff erhielt zusammen mit Cyril Gely für sein Kriegsdrama "Diplomatie" die Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch.

Als bester Hauptdarsteller setzte sich Pierre Niney durch. Der 25-Jährige wurde für seine Darstellung des französischen Modemachers Yves Saint Laurent in dem gleichnamigen Film von Jalil Lespert ausgezeichnet. Die Auszeichnung für die beste Schauspielerin ging an Adèle Haenel ("Les Combattants").

Bei der 40. Verleihung der Césars durfte erstmals eine Schauspielerin aus den USA eine Trophäe mit nach Hause nehmen. Kristen Stewart wurde für ihre Nebenrolle in dem Film "Die Wolken von Sils Maria" geehrt. Die aus der Vampirsaga "Twilight" bekannte 24-Jährige ist in dem Drama an der Seite von Juliette Binoche zu sehen.

Der Ehrenpreis ging an den US-Schauspieler Sean Penn. Er habe das französische Kino schon immer sehr geschätzt, denn es habe zahlreichen Schauspielern und Schauspielerinnen zu ihrem Traum verholfen, sagte der 54-Jährige. Die Trophäe wurde dem zweifachen Oscar-Preisträger von Frankreichs Leinwandstar Marion Cotillard überreicht. Sie übergab Penn den César mit den Worten: "Sean, Frankreich liebt dich!"

syd/AFP/dpa/AP

Webseite zum Film mit Trailer

Berührende Tragödie von brisanter Aktualität über Menschen einer malischen Stadt im Würgegriff religiöser Fundamentalisten.

Die sogenannten Gotteskrieger, die im Namen Gottes die schlimmsten Gräueltaten verüben, gehören zum europäischen Fernsehalltag, bleiben aber (noch) weit weg. In Abderrahmane Sissakos Tragödie brechen sie in den Alltag ganz normaler Menschen ein, brüllen per Megaphon eine ihrer neuen Regeln: "Musik ist verboten". Die bewaffneten Dschihadisten sorgen erst für Lacher mit ihren abstrusen Ordnungsvorstellungen, bis auch das Lachen unter Strafe steht. Wie ein grauer Schleier legt sich ihre Präsenz auf die Stadt Timbuktu. Das Leben auf den Straßen erstickt in Angst. Noch spürt der Tuareg Kidane, der friedlich mit seiner Frau und Tochter sowie einem zwölfjährigen Hirtenjungen in der Wüste lebt, wenig vom Terror. Bis eines Tages ein Fischer seine Lieblingskuh tötet und er den Täter bei einer Rangelei versehentlich erschießt. Die neuen Herrscher kennen keine Gnade.

Sissako plante ursprünglich ein dokumentarisches Essay über die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus. Als er mit erlebte, wie ein Paar, das unverheiratet Kinder aufzog, gesteinigt wurde, änderte er das Thema hin zum Spielfilm, der an stiller Eindringlichkeit kaum zu übertreffen ist. Die Dschihadisten sind keine schwarz vermummte Masse, sondern eine Gruppe von Männern unterschiedlicher Herkunft, die sich kaum mit den Einheimischen verständigen können, deren Traditionen missachten und sich auch über ihre eigenen Prinzipien dreist hinwegsetzen. Während Fußball verboten ist und die Jungs in einer absurden Szene pantomimisch Fußball ohne Ball spielen, unterhalten sich die Drangsalierer über Messi & Co.. Trotz Rauchverbot raucht einer der Unterdrücker heimlich und begehrt schamlos die Frau des Tuareg. Die Menschen versuchen, ihre Würde zu bewahren und wehren sich, wie die Fischverkäuferin, die sich weigert, mit Handschuhen zu arbeiten oder die Mutter eines Mädchens, das zwangsverheiratet werden soll. Die Scheinheiligkeit der Islamisten, die auch gegen den toleranten Islam kämpfen, manifestiert sich permanent. Die Impuls gebende Steinigung wird in einer kurzen und alptraumhaften Sequenz gezeigt. Im Kontrast zu den gezeigten Grausamkeiten stehen Bilder von poetischer Kraft, ein imposantes Spiel mit Farben vor farbloser Wüstenlandschaft. Es beeindrucken auch die professionellen und Laiendarsteller, die vom Leben gezeichneten Gesichter. "Timbuktu" ist ein leiser und zeitloser Film von immenser Wucht, der Sissakos Ruf als einen großen Humanisten des heutigen Kinos festigt. mk.



21/02/2015
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