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Dietrich Bonhoeffer

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Am 9. Februar 1945, vor 70 Jahren, wurde der Theologe Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg ermordet. Bis zu seinem Tod hatte der evangelische Geistliche dem NS-Regime erbitterten Widerstand geleistet.

Spiegel-Artikel

Nach dem gescheiterten Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler stieß die Gestapo im Herbst 1944 auf brisantes Material: Zufällig wurden Geheimpapiere der Verschwörer in einem Panzerschrank des Amts von Canaris gefunden. Dies war das Todesurteil für den Widerstandskämpfer.

 

 Bonhoeffer, sein Bruder Klaus, Canaris, Dohnanyi und ihre Vertrauten, sie alle wurden inhaftiert, verhört, gefoltert. Aus Berlin-Tegel brachte man sie im Oktober in den Keller der Gestapo-Zentrale in der Prinz-Albrecht-Straße in Berlin - als persönliche Gefangene Hitlers.

 

Im Februar 1945 wurde Bonhoeffer ins Konzentrationslager Buchenwald verlegt, im April ins KZ Flossenbürg. Am 5. April verfügte Hitler, die Verschwörer seien zu exekutieren. Drei Tage später fand ein Scheinprozess statt, den die Angeklagten ohne Verteidigung über sich ergehen lassen mussten.

 

 Ein Gebet in der Zelle, dann musste sich Bonhoeffer ausziehen. Nackt trat er den Gang zum Galgen an - eine letzte Demütigung für den Pastor, der es gewagt hatte, von Anfang an gegen Hitler zu reden.

 

Er und die Mitglieder des SS-Standgerichts, das Bonhoeffer und seine Mitstreiter zum Tode verurteilt hatte, wurden 1956 vom Bundesgerichtshof im Fall Bonhoeffer freigesprochen. Das Urteil sei rechtskräftig, hieß es. Erst 1998 erließ der Bundestag das Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile, und Bonhoeffer wurde rehabilitiert.

 

 



12/04/2015

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