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Brain-drain (L'idée de progrès - espaces et échanges)

Zu viele Spitzenforscher verlassen Deutschland

Gutachten: Forschungssystem gilt als zu unattraktiv

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AFP/Daniel Karmann - Viele Forscher kehren Deutschland den Rücken

Deutschland hat in der Vergangenheit nach Ansicht von Experten zu viele Spitzenforscher verloren. Die besten deutschen Wissenschaftler gingen ins Ausland und kämen nicht mehr zurück, warnte die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem in Berlin vorgelegten Jahresgutachten. Die Bundesregierung zeigte sich allerdings überzeugt, dass Deutschland zuletzt attraktiver geworden ist.

Zwischen 1996 und 2011 gingen dem EFI-Gutachten zufolge 23.000 Forscher ins Ausland, während nur 19.000 Wissenschaftler kamen. Mit diesem Verhältnis liege Deutschland deutlich hinter vielen anderen Industrieländern. Zudem seien die Abwandernden im Schnitt besser als die Zuwandernden. Die Qualität eines Forschers wurde daran gemessen, wie oft er in Fachzeitschriften zitiert wird.

"Die Besten wandern ab, kehren aber nur selten nach Deutschland zurück", kritisierte die Kommission. Deutlich besser als Deutschland schneiden dem Gutachten zufolge etwa die USA, die Schweiz, Dänemark und Kanada bei Zu- und Abwanderung von Wissenschaftlern ab. Vor allem die USA, die Niederlande und Großbritannien schafften es, die besten ihrer ins Ausland abgewanderten Forscher ins Land zurückzuholen.

Die Expertenkommission Forschung und Innovation berät die Bundesregierung und legt dazu regelmäßig Gutachten vor. Die Experten forderten die Politik nun auf, das deutsche Wissenschaftssystem im Kampf um Spitzenforscher wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Bundesregierung verwies dagegen auf Gegenmaßnahmen wie die Exzellenzinitative. "Alle aktuellen Zahlen und Fakten deuten darauf hin, dass der Standort Deutschland zunehmende Anziehungskraft auf Wissenschaftler, Experten und Studierende ausübt", erklärte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Deutschland sei "attraktiv für kluge Köpfe aus aller Welt".

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verwies darauf, dass es in den vergangenen Jahren eine "Tendenzumkehr" gegeben habe. Exzellenz sei in der Forschung "ganz wichtig". Die Besten würden nur in Deutschland sein, "wenn wir wirklich exzellente Rahmenbedingungen geben".

Die Bildungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden stiegen derweil nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Milliarden Euro auf 116,6 Milliarden Euro an. "Die Zahlen belegen, dass Bildung einen immer höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt", erklärte Bildungs- und Forschungsministerin Wanka.



26/02/2014

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