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L'idée de progrès - Der Fortschrittsgedanke


Autoland Deutschland

 

Jahrzehntelang war das Auto Status- und Kultsymbol der Deutschen. Doch vor allem in Städten ändert sich das Verkehrsverhalten: Vom Fahrrad über den öffentlichen Nahverkehr bis zum Carsharing stellen sich viele ihren Verkehrsmix individuell zusammen.

Seit mehr als hundert Jahren gehören Autos zum Alltag. Sie prägten unser Mobilitätsverhalten und sind kaum noch wegzudenken aus dem modernen Leben. Gerade in Deutschland läutet die zunehmende Beliebtheit von Carsharing daher eine Kehrtwende ein: Das Automobil erlebt einen Imagewandel, weil neue Nutzungsgewohnheiten entstehen.

 

https://www.goethe.de/de/kul/mol/20692995.html

 

Voir aussi le sujet bac LV1 de 2014 : Autoland-sujet-bac-LV1-septembre-2014.pdf


07/02/2016
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Armut: Zu wenig zum Leben (zeit.online)

Wer arbeitet, sollte davon vernünftig leben können. Doch wie viel Prozent leben trotz Arbeit in Armut? Unsere Infografik zeigt es für eine Reihe von Ländern.

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© Statista

In den 34 Ländern der OECD leben knapp neun Prozent der Bevölkerung in Armut, obwohl sie in einem Haushalt mit mindestens einem Erwerbstätigen leben. Sprich: Der Lohn reicht diesen Menschen nicht für ein Leben über der Armutsgrenze aus. Deutschland hat dabei unter den OECD-Staaten den niedrigsten Anteil solch trotz Arbeit armer Menschen: Hierzulande beträgt der Anteil nur drei Prozent.

Das zeigt die Infografik, die das Portal Statista für ZEIT ONLINE auf der Grundlage einer OECD-Statistik erstellt hat. Diese beruht auf dem sogenannten Median des Nettoeinkommens im jeweiligen Land. Wer weniger als die Hälfte dieses Medians zur Verfügung hat, gilt laut OECD als arm. Die Statistik gibt für das Jahr 2013 an, wie viel Prozent der Bevölkerung unter dieser relativen Armutsgrenze lagen, obwohl in ihrem Haushalt mindestens eine Person einer Arbeit nachging.

 
 

Besonders hoch sind die Anteile in Griechenland, Spanien, Portugal und Italien, also in den Krisenländern in Europas Süden. Dort sind mehr als zehn Prozent trotz Arbeit arm. Außerhalb Europas weisen Mexiko (19 Prozent), Japan (12,9 Prozent) und Chile (14,3 Prozent) überdurchschnittlich hohe Werte auf; auch die Türkei ist das Problem der Erwerbsarmut groß (17,8 Prozent). Die geringsten Anteile haben neben Deutschland die skandinavischen Länder – dort vor allem Dänemark und Finnland – sowie Australien und das ehemals kriselnde Irland.

Grundsätzlich lässt sich in der OECD-Statistik feststellen, dass die Erwerbsarmut oft mit der Ungleichheit der Einkommensverteilung zusammenhängt: Je ungleicher Einkommen verteilt sind – gemessen im Gini-Koeffizienten – desto höher ist tendenziell der Anteil der Erwerbsarmen. Das zeigt sich etwa in Griechenland, Spanien und Portugal.

 

Besonders auffällig ist der Zusammenhang in Mexiko: Das Land hat unter allen OECD-Mitgliedern mit 19 Prozent den höchsten Anteil erwerbsarmer Personen – und zugleich den höchsten Gini-Koeffizienten (je höher der Wert, desto ungleicher sind die Einkommen verteilt). Niedrige Gini-Werte und zugleich eine verhältnismäßig niedrige Erwerbsarmut haben dagegen Dänemark, Island, Norwegen, die Niederlande und Slowenien.


11/06/2015
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10 Millarden - wie werden wir alle satt? (Film)

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jeder bald seine eigene Nahrung an?

 

Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn sucht weltweit nach Lösungen. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

 

Ohne Anklage, aber mit Gespür für Verantwortung und Handlungsbedarf macht der Film klar, dass es nicht weitergehen kann wie bisher.

 

Aber wir können etwas verändern. Wenn wir es wollen!

 

 In den letzten 10 Jahren haben sich zahlreiche Kinodokumentarfilme mit den Themen „Ernährung“ und „Landwirtschaft“ auseinandergesetzt. So sorgten im Jahr 2005 die beiden Filme UNSER TÄGLICH BROT und WE FEED THE WORLD für kontroversen Gesprächsstoff. Und in den letzten Monaten waren mit DER BAUER UND SEIN PRINZ (12014) von Bertram Verhaag und VIEL GUTES ERWARTET UNS (2014) von Phie Ambo gleich zwei Produktionen über den ökologischen Landbau im Kino zu sehen. Zu den größten Erfolgen gehörte TASTE THE WASTE von Valentin Thurn. Seine Dokumentation über die verheerende globale Lebensmittelverschwendung traf 2011 einen Nerv und war mit über 130.000 Kinobesuchern ein spektakulärer Erfolg an der Kinokasse. In seinem neuen Film 10 MILLIARDEN – WIE WERDEN WIR ALLE SATT? beschäftigt sich der engagierte Kölner Filmemacher mit dem entwicklungspolitischen, für die Zukunft der Menschheit entscheidenden Thema „Welternährung“.

  

Die Bedeutung des Films für die Bildungsarbeit

 

Die Zunahme der Weltbevölkerung und die Frage nach ihrer Ernährung ist ein Thema, das in zahlreichen Lehr- und Bildungsplänen Pflichtthema ist. Wegen seiner inhaltlichen Relevanz und der didaktischen Struktur eignet sich der Film daher in besonderer Weise für den Einsatz in der Schule (hier vor allem unter der Perspektive des „Globalen Lernens“) und in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung. 10 MILLIARDEN – WIE WERDEN WIR ALLE SATT? ist ein Film, der uns eines der drängendsten Zukunftsprobleme bewusst macht.

Zur Homepage des Films mit Filmheft

 


03/05/2015
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Expo 2015 von Krawallen überschattet (DW)

In Mailand ist die Weltausstellung offiziell eröffnet worden. Wie befürchtet kam es schon kurz darauf zu gewalttätigen Demonstrationen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

 Demonstranten und Polizisten liefern sich gewaltsame Auseinandersetzungen (Foto: dpa)

Wenige Stunden nach Eröffnung der Weltausstellung Expo sind in Mailand Expo-Gegner und die Polizei gewaltsam aufeinandergetroffen. Bei einer Demonstration in der Innenstadt warfen Teilnehmer mit Gegenständen und Feuerwerkskörpern, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichet. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Die Expo war am Mittag von Italiens Regierungschef Matteo Renzi offiziell eröffnet worden. Bereits am Vormittag und am Donnerstag hatte es Proteste gegeben. Viele der Expo-Gegner kritisieren die hohen Kosten der Ausstellung sowie die Beteiligung großer Lebensmittelkonzerne. Am Morgen strömten die ersten Besucher auf das Gelände, um die rund 80 Pavillons zu erkunden. Deutschland präsentiert sich mit einem der größten Pavillons, für den die Bundesregierung fast 50 Millionen Euro ausgegeben hat.

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Thema: Zukunft der Ernährung

Die Expo 2015 steht unter dem Motto "Feeding the planet, Energy for life" (Die Erde ernähren, Energie fürs Leben) und befasst sich mit der Frage, wie in Zukunft alle Menschen genug zu essen und zu trinken haben. Der Gastgeber Italien rechnet mit 20 Millionen Besuchern in den kommenden sechs Monaten, 10 Millionen Tickets sind bereits verkauft. Bis zuletzt wurde an den Expo-Pavillons und auf dem Gelände gearbeitet.

"Wir sind bereit für die Expo, endlich", erklärte Italiens Regierungschef Matteo Renzi kurz vor dem Start. "Es hätte besser gemacht werden können, es hätte woanders gemacht werden können, es hätte früher gemacht werden können: In diesen Stunden höre ich viel Kritik, wie es richtig und gebührend ist. Aber es wird sehr schön sein", so Renzi weiter.

 

Proteste gegen Expo in Mailand

Die Expo wurde neben der Verzögerung der Bauarbeiten im Vorfeld auch von anderen Problemen überschattet. Im vergangenen Jahr wurden mehrere Expo-Manager wegen Bestechungsvorwürfen festgenommen. Zudem wuchs die Sorge, dass die Eröffnung von Protesten gegen eine Verschwendung öffentlicher Gelder begleitet werden könnte. Die Schau kostet rund 2,5 Milliarden Euro. Diese Woche hatte die Polizei in Mailand gegen mehrere mutmaßliche Anarchisten ermittelt, darunter auch einige Deutsche. Schon am Donnerstag protestierten Hunderte Expo-Gegner. Für die Eröffnung sind nach Medienberichten rund 2600 zusätzliche Polizisten im Einsatz.

Italien erhofft sich von der Ausstellung einen Anstoß für die kriselnde Wirtschaft und einen Imagewechsel. 1,3 Milliarden sollen den Staat allein die Arbeiten auf dem Gelände gekostet haben – nicht eingerechnet die Erneuerungen an Metro, Autobahnen und Straßen. Zuletzt fand vor fünf Jahren in Shanghai eine Weltausstellung statt.

chr/jj/uh (dpa, afp)

Audio und Video zum Thema

 

Proteste gegen Expo in Mailand  

 

Mailand - Der deutsche Expo-Pavillon (29.04.2015)  


02/05/2015
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Visual effects designer - ein neuer Beruf (Artikel goethe.de)

Visual Effects in Deutschland :   Vom Grill auf die Leinwand

 

„Wrapped“ von Roman Kälin, Falko Paeper und Florian Wittmann
„Wrapped“ von Roman Kälin, Falko Paeper und Florian Wittmann | © Filmakademie Baden-Württemberg

Drachen, lebendige Bäume oder Aliens – um solche Wesen auf die Leinwand zu bringen, braucht man Visual-Effects-Designer. Aber was machen die eigentlich genau und welche Fähigkeiten braucht man für diesen Beruf?

Wenn ein Lichtstrahl auf Vampirhaut trifft, wird es eklig. Die Haut schmort vor sich hin und wird langsam rissig. Dann frisst sich der Lichtstrahl von Pore zu Pore. Millimeter für Millimeter platzt die Haut auf und schon zoomt die Kamera auf eine perfekt ausgeleuchtete Wunde. Bis diese Szene im Kino zu sehen ist, haben Visual-Effects-Designer, auch Visual-Effects-Artists genannt, eine Menge zu tun. Visual Effects sind die Effekte in Filmen oder Werbespots, die am Computer erzeugt werden.

Jedes digitale Bild braucht eine reale Referenz

Digital erzeugte Bilder, auch von Vampirhaut, benötigen immer eine reale Referenz. Daher haben die Effektspezialisten von Pixomondo in Hamburg für Filmemacher Jim Jarmusch und seinen Vampirfilm Only Lovers Left Alive vorab den Bürogrill im Innenhof aufgestellt und sich angeschaut, wie die Oberfläche von Fettnetzen auf Hitze reagiert. „Die Szene hat es zwar am Ende nicht in den Film geschafft, aber sie ist ein schönes Beispiel dafür, wie Realität und digitales Bild zusammenhängen können“, sagt Malte Sarnes, der sowohl am Grillexperiment, als auch an der digitalen Umsetzung beteiligt war.
Als VFX-Supervisor ist Sarnes, Jahrgang 1980, kreativer Projektmanager und künstlerischer Leiter bei Pixomondo: Er kümmert sich darum, dass die produzierten Bilder am Ende gut aussehen. VFX steht dabei für Visual Effects. Dazu gibt es ganz unterschiedliche Verfahren: Beim Compositing werden real gedrehte Bilder am PC bearbeitet. Pixomondo hat auf diese Weise zum Beispiel Filmaufnahmen der kroatischen Stadt Dubrovnik in Szenen aus der Hauptstadt King’s Landing der Fantasy-Serie Game of Thrones verwandelt.

Digitale Raumschiffe und andere Computerwelten

Wenn Bilder komplett am Bildschirm entstehen, heißt das Verfahren Full CGI (Computer Generated Images – computergenerierte Bilder). So entstanden die Häuser für das Paris der 1920er-Jahre in Martin Scorseses Hugo Cabret komplett an Pixomondo-Bildschirmen in Hamburg. In der Regel arbeiten beide Bereiche Hand in Hand: Das 3-D-Team erstellt zum Beispiel ein digitales Raumschiff, das dann von dem Compositing-Team in die gedrehte Szene montiert wird.
An seinem Bildschirm öffnet Sarnes das Programm Maya, mit dem sich 3-D-Visualisierungen und Animationen erstellen lassen. Mit wenigen Klicks wächst auf dem Grundraster ein Zylinder. Auf dem Bildschirm lässt sich die Form verändern, ähnlich wie bei Knetfiguren, nur viel schneller. Dabei gibt es unterschiedliche Konstruktionswege: „Entweder man formt tatsächlich etwas aus einer Grundform wie dem Zylinder oder man bekommt zum Beispiel Vorgaben und Konstruktionsdaten vom Auftraggeber“, sagt Sarnes.

Digitale Skelette und Bewegungsdaten

Um englische Fachbegriffe kommt eine Visual-Effects-Designerin oder ein Visual-Effects-Designer nicht herum: Das Texturing bestimmt die Beschaffenheit der Oberfläche einer digitalen Figur und beim Shading werden die Materialeigenschaften festgelegt. Beim Rigging erhalten die Figuren ihr digitales Skelett, die Animation legt die Bewegungsabläufe fest. Motion Capture wiederum bezeichnet ein Verfahren, um Bewegungsdaten von Menschen oder Tieren auf eine Figur zu übertragen.
Die Arbeit am Computer nimmt einen wesentlichen Teil der Arbeit ein, aber nicht alle im Team müssen programmieren können. „Ich war immer unheimlich schlecht in Mathe“, sagt Sarnes und grinst. Nach einem Fachabitur im gestalterischen Bereich studierte er an der Kunstschule Hamburg-Wandsbek Grafikdesign mit Schwerpunkt Produktdesign. Nebenbei arbeitete er an 3-D-Visualisierungen von Produkten, aber dann zog es ihn zur Werbung und zum Film, um mehr gestalterische Freiheit zu haben.
Bis man einen Oscar in den Händen hält, wie ihn Pixomondo 2012 für die visuellen Effekte in Hugo Cabret bekommen hat, braucht es viele fleißige Hände und noch mehr Speicherplatz. Allein für die Eröffnungssequenz mit einem digitalen Nachbau des alten Paris war die Datenmenge so groß, dass sie sich nicht an einem einzelnen Rechner öffnen ließ.

Vorstellungskraft und gestalterisches Gespür

Fantasie und Vorstellungskraft sollte man für den Beruf unbedingt mitbringen. „Das sind Grundvoraussetzungen, die man nur schwer lernen kann“, sagt Söhnke Christiansen, der die Deutschland-Vertretung der britischen Postproduktionsfirma The Mill leitet. Wichtig sind auch Kreativität und gestalterisches Gespür. Aber es gibt natürlich ganz unterschiedliche Tätigkeitsbereiche. „Wer gerne zeichnet und mit Farben arbeitet, der wird in der 3-D-Programmierung vermutlich nicht glücklich“, sagt Christiansen. Am besten sollte man selbst ein bisschen ausprobieren – zum Beispiel mit der freien Software Blender – oder ein Praktikum machen, um zu sehen, was einem liegt.
Die Berufsaussichten sind gut – die Nachfrage an VFX made in Germany nimmt zu. Trotzdem hängen viele Arbeitsplätze am Erfolg von Hollywood: Floppen Filme, sparen die großen Filmfirmen und kürzen die Aufträge. Pixomondo hat das im Jahr 2012 auch zu spüren bekommen und mehrere Filialen schließen müssen. Aber die meisten VFX-Firmen stellen sich inzwischen darauf ein und setzen auf eine gesunde Mischung aus prestigeträchtigen Filmproduktionen und verlässlicheren Auftraggebern aus der Werbewirtschaft oder anderen Geschäftsfeldern.
Eine gängige Ausbildungsmöglichkeit ist ein Studium, zum Beispiel am Institut für Animation, Visual Effects und digitale Postproduktion an der Filmakademie Baden-Württemberg, an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam oder der Mediadesign-Hochschule Berlin. „Aber es haben auch schon viele talentierte Quereinsteiger ihren Weg gemacht“, sagt Christiansen. Man sollte vor allem auch teamfähig und belastbar sein. „Als Einzelkämpfer kommt man nicht weit“, sagt auch Malte Sarnes. Richtig gut sehen die Bilder am Ende eben nur aus, wenn alle im Team an einem Strang ziehen.

 


19/12/2014
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