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Armut: Zu wenig zum Leben (zeit.online)

Wer arbeitet, sollte davon vernünftig leben können. Doch wie viel Prozent leben trotz Arbeit in Armut? Unsere Infografik zeigt es für eine Reihe von Ländern.

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© Statista

In den 34 Ländern der OECD leben knapp neun Prozent der Bevölkerung in Armut, obwohl sie in einem Haushalt mit mindestens einem Erwerbstätigen leben. Sprich: Der Lohn reicht diesen Menschen nicht für ein Leben über der Armutsgrenze aus. Deutschland hat dabei unter den OECD-Staaten den niedrigsten Anteil solch trotz Arbeit armer Menschen: Hierzulande beträgt der Anteil nur drei Prozent.

Das zeigt die Infografik, die das Portal Statista für ZEIT ONLINE auf der Grundlage einer OECD-Statistik erstellt hat. Diese beruht auf dem sogenannten Median des Nettoeinkommens im jeweiligen Land. Wer weniger als die Hälfte dieses Medians zur Verfügung hat, gilt laut OECD als arm. Die Statistik gibt für das Jahr 2013 an, wie viel Prozent der Bevölkerung unter dieser relativen Armutsgrenze lagen, obwohl in ihrem Haushalt mindestens eine Person einer Arbeit nachging.

 
 

Besonders hoch sind die Anteile in Griechenland, Spanien, Portugal und Italien, also in den Krisenländern in Europas Süden. Dort sind mehr als zehn Prozent trotz Arbeit arm. Außerhalb Europas weisen Mexiko (19 Prozent), Japan (12,9 Prozent) und Chile (14,3 Prozent) überdurchschnittlich hohe Werte auf; auch die Türkei ist das Problem der Erwerbsarmut groß (17,8 Prozent). Die geringsten Anteile haben neben Deutschland die skandinavischen Länder – dort vor allem Dänemark und Finnland – sowie Australien und das ehemals kriselnde Irland.

Grundsätzlich lässt sich in der OECD-Statistik feststellen, dass die Erwerbsarmut oft mit der Ungleichheit der Einkommensverteilung zusammenhängt: Je ungleicher Einkommen verteilt sind – gemessen im Gini-Koeffizienten – desto höher ist tendenziell der Anteil der Erwerbsarmen. Das zeigt sich etwa in Griechenland, Spanien und Portugal.

 

Besonders auffällig ist der Zusammenhang in Mexiko: Das Land hat unter allen OECD-Mitgliedern mit 19 Prozent den höchsten Anteil erwerbsarmer Personen – und zugleich den höchsten Gini-Koeffizienten (je höher der Wert, desto ungleicher sind die Einkommen verteilt). Niedrige Gini-Werte und zugleich eine verhältnismäßig niedrige Erwerbsarmut haben dagegen Dänemark, Island, Norwegen, die Niederlande und Slowenien.



11/06/2015

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