Aide en allemand

Aide en allemand

100 Jahre "Mensch ärgere Dich nicht"

"Mensch ärgere Dich nicht"

 

Am Anfang war's ein Kriegsspiel: Vor 100 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von "Mensch ärgere Dich nicht". In kurzer Zeit wurde das Gesellschaftsspiel zum Sinnbild deutscher Gemütlichkeit. Dabei verdankt es seine Beliebtheit einer gewieften Werbeaktion im Ersten Weltkrieg. Von Sebastian Wenzel auf Spiegel-online

Als Millionen im Schützengraben sterben, beginnt die Erfolgsgeschichte eines der populärsten Gesellschaftsspiele Deutschlands: Es ist Anfang des 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg ist in vollem Gang und in ganz Europa kämpfen junge Männer an der Front, hoffen auf den Sieg ihres Vaterlands oder bangen einfach um ihr Leben, während um sie herum Schüsse die Luft durchschneiden und Granaten explodieren. Die Lazarette sind hoffnungslos überfüllt.

Jede Ablenkung vom Kampfgeschehen ist willkommen. Da kommt es gerade recht, dass in einigen Lazaretten mit der Feldpost ein neues Gesellschaftsspiel eingetroffen ist, das die Soldaten bei Laune hält. Es heißt "Mensch ärgere Dich nicht". Begeistert werfen sie Würfel, ziehen bunte Holzfiguren übers Brett, schmeißen mit Hingabe die Figuren der Gegner raus - und vergessen das Grauen für eine Weile. 

Hutkarton als Spielbrett

Entwickelt hatte das Spiel 1907 Josef Friedrich Schmidt, ein Münchner Händler, der später den Schmidt-Spiele-Verlag gründen sollte. Der Geschäftsmann kannte das alte indische Laufspiel "Pachisi" und wahrscheinlich auch dessen englische Weiterentwicklung "Ludo". Von ihnen ließ er sich zu seiner neuen Schöpfung inspirieren. 

Das erste "Mensch ärgere Dich nicht"-Spielbrett bastelte Schmidt in seiner Wohnküche aus einem verbeulten Hutkarton, die Figuren schnitzte er aus Holzklötzchen. Dann unterzog er sein Spiel dem Publikumstest - indem er es seiner Frau und seinen drei Söhnen vorstellte. Die waren hellauf begeistert.

Dennoch lief der Verkauf nur schleppend an: Die handgefertigten Spielsets konnten die Massen nicht recht für sich gewinnen. Doch Schmidt ließ sich davon nicht entmutigen - er war überzeugt von seinem Konzept und startete 1914 erst die Massenproduktion und dann eine ungewöhnliche Marketingkampagne: 3000 Exemplare wurden als Sachspenden an Lazarette verschickt. 

Der ganze Artikel : Hier



31/01/2014

A découvrir aussi


Inscrivez-vous au blog

Soyez prévenu par email des prochaines mises à jour

Rejoignez les 83 autres membres